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Magen und Darm

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Anatomie Histologie Darm, Dünndarm Duodenum und Dickdarm mit Mastdarm
Histologischer Bau Zwölffingerdarm (Duodenum), Bild links, Dickdarm (Intestinum crassum), Bild rechts, und Mastdarm (Rektum), rechts unten:
1 = Zotten (Villi intestinales), 2 = Schleimhaut (Tunica mucosa), 3 = Bindegewebe (Tela submucosa), 4 = Brunner-Drüsen (Glandulae duodenales), 5 = Muskulatur (Tunica muscularis), 6 = Becherzellen (Drüsenzellen zur Bildung des Gleitschleimes), 7 = Serosa


Medizinische Bilder zu Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt

Schluckstörung Reflux Sodbrennen in Magen Gaster und Speiseröhre Oesophagus
Magen mit Rückfluss von saurem Mageninhalt (Reflux, Sodbrennen). Zu viel Magensäure und Beeinträchtigung des Schließmuskels zur Speiseröhre sind wichtige Ursachen von Sodbrennen.

Erkrankung Magen, Magengeschwür Ulcus ventriculi durch Entzündung MagenschleimhautEntzündung der Magenschleimhaut Gastritis durch Bakterium Helicobacter pylori
Magengeschwür (Ulcus ventriculi), häufigste Ursache ist eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) durch Bakterium Helicobacter pylori.

Erkrankung Darm, Darmschleimhaut mit pathogene MykofloraErkrankung Darm, Colitis ulcerosa der Darmschleimhaut
Darmschleimhaut mit pathogene Mykoflora; Colitis ulcerosa, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung.

Erkrankung Darm, Morbus Crohn, chronisch-granulomatöse EntzündungErkrankung Darm, Darmkrebs, bösartiger maligner Tumor
Morbus Crohn, eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt auftreten kann; Darmkrebs, bösartiger (maligner) Tumor des Darmes.

Erkrankung Schleimhaut Dickdarm, Darmpolyp im Colonrkrankung Darm, Hämorrhoiden, Blutgefäße Gefäßpolster am After vom Enddarm
Darmpolyp, in den Hohlraum des Dickdarms (Colon) hineinragende Schleimhautgeschwulst; Hämorrhoiden, ein arteriovenöses Gefäßpolster am After.

Bilder: © Frank Geisler 2016

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Magen-Darm-Erkrankungen

Bauchschmerzen sind keine Krankheit, doch stellen sie zumeist das Leitsymptom der meisten Magen-Darm-Erkrankungen dar.

Gastroösophagealer Reflux ist der Rückfluss von saurem Mageninhalt vom Magen (Gaster) in die Speiseröhre (Ösophagus). Sodbrennen ist ein Reflux-Symptom. Als funktionelle Gründe für die Problematik gelten beispielsweise ein Hochstand des Magens oder des Zwerchfells oder ein Zuviel an Magensäure.

Ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi), ein Defekt der Magenschleimhaut, ist eine tiefe Wunde des Magens durch ein Übermaß an Magensäure. Oft ist auch eine Besiedelung der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori verantwortlich für ein Geschwür. In der Schleimhautschicht des Magens findet das Bakterium ideale Lebensbedingungen, es bildet einen Stoff, der in den Stoffwechsel der Magenschleimhautzellen eingreift und indirekt dafür sorgt, dass zu viel Magensäure produziert wird - was zu chronischen Entzündungen führt.

Als Magen-Darm-Infektionen (Gastroenteritis) werden Erkrankungen bezeichnet, die sich hauptsächlich durch Symptome im oberen Magen-Darm-Trakt äußern. Eine Darmentzündung ist eine durch Viren, Bakterien, Pilze oder Protozoen hervorgerufene entzündliche Erkrankung des Darmes.

Colitis ulcerosa gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, bei der vor allem die oberflächlichen Schleimhautschichten im Darm betroffen sind. Es entstehen entzündliche Geschwüre, die leicht bluten. Typische Krankheitszeichen sind blutiger Stuhl, Durchfälle und Leibschmerzen.

Morbus Crohn ist eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt auftreten kann. Diese geschwürige, chronische Entzündung tritt bei den meisten Betroffenen im letzten Abschnitt des Dünndarms auf. Morbus Crohn wird als Autoimmunerkrankung der Darmschleimhaut klassifiziert.

Darmkrebs ist ein bösartiger (maligner) Tumor des Darmes. Erbliche Veranlagung, chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und eine ballaststoffarme Ernährung sind Risikofaktoren und begünstigen den Darmkrebs.

Darmpolypen sind in den Hohlraum des Dickdarms (Colon) hineinragende Schleimhautgeschwulste. Bei der Hälfte der Patienten finden sich die gutartige Geschwulste im Enddarm (Mastdarm, Rektum). Adenome wachsen und können sich zu Vorstufen von Dickdarmkrebs entwickeln.

Hämorrhoiden bestehen aus stark durchblutetem Gewebe, ein arteriovenöses Gefäßpolster. Gewöhnlich spürt man Hämorrhoiden nicht, erst nach krampfaderartiger Erweiterung, oder das Gewebe aus dem After hervor tritt, kommt es zu Beschwerden. Typische Symptome sind Juckreiz, Nässen und Brennen am After, bis hin zu hellem Blut auf dem Stuhl und starken Schmerzen.