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Brust, Brustdrüse

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Anatomie weibliche Brust Mamma mit Brustdrüse Glandula mammariae und Brustwarze der Frau
Längsschnitt durch eine weibliche Brust (Mamma) mit Brustdrüse (Glandula mammaria): 1 = Brustwarze (Mamille Papilla mammae), 2 = Drüsenkörper (Corpus mammae), 3 = Milchgänge (Ductus lactiferi), 4 = Milchsäckchen (Sinus lactiferi), 5 = Warzenhof, 6 = Glandulae areolares (zur Hautbefeuchtung), 7 = Bindegewebsplatte (Ligamenta suspensoria mammaria), 8 = Fettgewebe, 9 = großer Brustmuskel (M. pectoralis major), 10 = kleiner Brustmuskel (M. pectoralis minor), 11 = Rippen (Costae) mit Interkostalmuskeln (Musculi intercostales)

Weibliche Brust (Mamma) mit Brustdrüse (Glandula mammariae), Brustvergrößerung (Mammaaugmentation)

Anatomie weibliche Brust Mamma mit Drüsengewebe Milchgänge und Brustwarze, Milchdrüsen der Brustdrüse laktierend
Weibliche Brust (Mamma) in Seitenansicht (lateral) mit läppchenartig unterteilten Drüsenbereichen (Lobuli glandulae mammariae) und Milchgängen (Sinus lactiferus), die im Milchausführungsgang (Ductus lactiferi) münden und so an der Brustwarze (Papilla mammaria) enden; Drüsengewebe der Brust nichtsezernierend und Laktation der Milchdrüsen.

Histologie Gewebe der Brustdrüse Glandula mammaria, nichtsezernierend und Laktationsphase

Histologische Schnitte durch die Brustdrüse im nichtsezernierenden (ohne Sekretion) Zustand und in der Laktationsphase (Milchabsonderung).

Anatomie und Histologie Drüsenlappen Lobi der Brustdrüse, Drüsenkörper der Brustdrüse mit Milchsäckchen Sinus lactifer

Histologie Drüsenlappen (Lobi); Drüsenkörper der Brustdrüse mit Milchsäckchen (Sinus lactifer), Drüsenläppchen und Milchgang.

Brustvergrößerung durch Brustoperation, Schnittmethoden bei Brust OPBrustvergrößerung mit Brustimplantate aus Silikon und Hydrogel bei Brust OP

Schnittmethoden bei Brust-OP: 1 = Achselhöhle, transaxilläre Schnittführung, ca. 40 bis 50 mm in der Axelhöhle; 2 = Brustwarze: infraareoläre Schnittführung, bogenförmiger Schnitt im Warzenvorhof; 3 = Umschlagfalte, inframammäre Schnittführung, ca. 40 bis 50 mm entlang der Brustfalte. Brustimplantate mit Füllungen aus Silikon und Hydrogel.

Brustvergrößerung Mammaaugmentation der Brust mit Brustimplantat vor den BrustmuskelnBrustvergrößerung Mammaaugmentation der Brust mit Brustimplantat hinter dem Brustmuskel
Brustimplantation mit Implantat (Gel-Kissen) vor den Brustmuskeln; Brustvergrößerung mit Brustimplantat zwischen dem kleinen und großen Brustmuskel.

Bilder: © Frank Geisler 2016

Im medizinischen Bildarchiv www.medical-pictures.de können die Grafiken per Download erworben werden.



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Brust und Brustvergrößerung

Die weibliche Brust (Mamma, Busen) mit der Brustdrüse (Glandula mammaria) ist ein sekundäres Geschlechtsmerkmal der Frau. Die Mamma ist mit Haut überzogen und besteht im Inneren aus Drüsengewebe, Bindegewebe und Fettgewebe. Der Drüsenkörper ist in Drüsenlappen (Lobi) unterteilt und wird mit dem umgebenden Fettgewebe durch einen Bindegewebsmantel zum Corpus mammae umfasst. Zentral befindet sich als Ausführungsorgan der Brustdrüse die Brustwarze (Mamille, Mamilla), diese ist von einem dunkler pigmentierten Warzenhof (Areola mammae) umgeben. Im Warzenvorhof und in der Mamille befinden sich Schweißdrüsen und Talgdrüsen (Glandulae areolares). Die arterielle Versorgung der Brustdrüse erfolgt aus Gefäßästen der Brustwand (A. thoracica interna, A. thoracica lateralis, Interkostalarterien), die Innervation ist an die oberen Interkostalnerven gebunden. Die Venen verzweigen sich in weitmaschige oberflächliche und tief im Drüsenkörper liegende Netze. Die zahlreichen Lymphgefäße der Mamma bilden ein oberflächlich und ein tief gelegenes Geflecht mit mehreren Abflussrichtungen. Die Brustdrüse befindet sich außerhalb der oberflächlichen Brustfaszie (Fascia pectoralis) im Unterhautfettgewebe auf dem großen Brustmuskel (Musculus pectoralis major) und dem kleinen Brustmuskel (Musculus pectoralis minor), sie erstreckt sich von der zweiten bis zur siebten Rippe.

Eine Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) fällt in die Gebiete der rekonstruktiven und der ästhetischen Chirurgie innerhalb der Gynäkologie sowie der plastischen Chirurgie. Form und Größe der Brust spielen bei vielen Frauen eine zentrale Rolle für ihr Körperempfinden und auch für ihr Selbstwertgefühl. Durch den Einsatz sicherer Brustimplantate kann jede Frau mittels Brustvergrößerung ihr Aussehen zu ihrer Zufriedenheit positiv verändern. Bei der Brustvergrößerung muss neben dem Gefühl für Ästhetik sehr fein und dem Ausgangsbefund angepasst operiert werden. Kleine Einschnitte in der Unterbrustfalte, in der Achselhöhle oder auch am Warzenhofrand verletzen wenig Gewebe. Die Drüsen bleiben erhalten und damit auch die Möglichkeit, dass Frauen mit Brustimplantaten stillen können.

Hüllen der Brustimplantate bestehen aus Silikon, sie sind mit Silikongel gefüllt oder mit einer Kochsalzlösung. Für Brustvergrößerungen nutzt man heutzutage standardmäßig Silikonimplantate, die sich natürlich anfühlen und sich ähnlich wie die natürliche Brust verhalten. Die Lage der Brustimplantate soll bestehenden Verhältnissen angepasst werden. Ist wenig eigenes Gewebe vorhanden, legt man das Brustimplantat am besten teilweise, seltener vollständig, unter den Brustmuskel. Ist die Gewebsdicke ausreichend wenn die bestehenden Brust hängt, kann das Brustimplantat auf den Muskel gelegt werden. Wichtig ist die richtige Wahl der Größe und Form des Implantats. Jedes eingesetzte Brustimplantat löst eine Fremdkörperreaktion aus und wird deshalb mit Gewebe umhüllt. Meist ist die aus Bindegewebshaut entstehende Kapsel sehr dünn und elastisch und kaum ertastbar. Es kann aber auch vorkommen, dass sich die Bindegewebshaut zusammenzieht und das Implantat so „einschnürt“, dass es sich verhärtet.