Gesundheit und
Medizin

Home I Anatomie I Physiologie I Medizin I Bilder

*
Lyme-Borreliose und FSME durch Zecken

Die Zecke (Schildzecke, gemeiner Holzbock) ist ein bis zwei Millimeter kleiner blutsaugender Parasit aus der Familie der Spinnentiere, der sich vom Blut seiner Wirte ernährt. Die Zecke ist ein Überträger von Krankheiten auf Mensch und Tier. Wenn sie mit Krankheitserregern infiziert ist, kann ein harmloser Zeckenstich zur Gefahr für den Menschen werden. Mit einer einzigen Blutmahlzeit, das Weibchen wird dabei bis zu einem Zentimeter groß, kann eine Zecke sehr lange überleben. In freier Natur lebt der Holzbock im Durchschnitt drei bis fünf Jahre.

Krankheitserreger Zecke, gemeiner Holzbock, ein blutsaugender Parasit zur Übertragung Lyme-Borreliose und FSME

Zecken, Überträger von Krankheitserreger zur Erkrankung an Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Babesiose, Ehrlichiose oder Rickettsiosen des Menschen. Es sollte mit einem Zeckenstich keineswegs leichtfertig umgegangen werden. Eine Borreliose kann durch frühzeitiges Entfernen der Zecke verhindert werden, eine FSME-Infektion nicht.



Zecken sind hoch spezialisierte Tiere, das sich durch Körperbau Verhalten hervorragend an ihre Umwelt anpassen. Schildzecken bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme, sie halten sich vornehmlich im Gestrüpp, in hohen Gräsern und Farnen oder im Unterholz auf. Zecken übertragen aufgrund ihrer Lebensweise häufig Krankheitserreger zwischen den Wirten, ohne selbst zu erkranken. Es handelt sich um mehr Arten von Krankheitserregern als bei jeder anderen parasitischen Tiergruppe. Da regelmäßig auch Menschen durch Erkrankungen wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) betroffen sind, ist ein Zeckenstich eine Verletzung, mit der keineswegs leichtfertig umgegangen werden darf.

Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit

Die Lyme-Borreliose (Lyme-Krankheit) ist eine multisystemische Infektionskrankheit, die durch Borrelien, das Bakterium Borrelia burgdorferi, oder verwandte Arten ausgelöst wird. Die Borreliose kann jedes Organ befallen, speziell das Nervensystem und die Gelenke.
Die Diagnostik der Borreliose geschieht in erster Linie klinisch, das heißt aus dem Krankheitsbild, das der Patient zeigt. Der Zeckenstich selbst ist dabei eindeutiger Anlass zu Nachbeobachtung auf Symptome des Frühstadiums. Die Deutsche Borreliose-Gesellschaft empfiehlt eine Frist von vier bis sechs Wochen für das Auftreten einer Wanderröte (Erythema migrans), aber ebenso für Fieber ohne Hautrötung.
In der Frühphase sind die Symptome einer Borreliose ähnlich einem grippalen Infekt ohne Husten und Schnupfen. Es kommt häufig zu Myalgien (Muskelschmerzen) und Arthralgien (Gelenkschmerzen).
Gerade in der Frühphase werden viele Borreliose-Fälle übersehen, da innerhalb der ersten Wochen noch keine messbaren Antikörperspiegel gegen Borrelien-Antigene gebildet werden. Ein Problem bei der Feststellung der Borreliose ist die laborchemische (serologische) Unterscheidung zwischen einer abgeheilten Borreliose (Seronarbe) und einer noch aktiven, therapiebedürftigen Borreliose.

Gesundheit und Medizin, Hirnhautentzündung Meningitis, Erkrankung ZNS, Entzündung der Hirnhaut Meninges

Hirnhautentzündung (Meningitis); Ausschnitt der Hirnrinde (Kortex), die Hirnhäute (teilweise geschädigt) und den Schädelknochen mit Haut. Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen, Bindegewebsschichten, die das Gehirn umgeben) und der Rückenmarkshäute (Meninges spinales, Hüllen des zentralen Nervensystems ZNS). Bakterien oder Viren sind die häufigsten Verursacher einer Hirnhautentzündung.

FSME Frühsommer-Meningoenzephalitis

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine von Viren verursachte Infektionserkrankung. FSME-Viren werden durch einen Zeckenstich übertragen, hauptsächlich durch den gemeinen Holzbock. Die durch das FSME-Virus ausgelöste Erkrankung verläuft mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber, und bei einem Teil der Patienten mit einer Meningoenzephalitis, der Entzündung von Gehirn und Hirnhäute (Meningen).
Eine ursächliche Behandlung der FSME ist nicht möglich, neben allgemeinen Schutzmaßnahmen wie dem Absuchen des Körpers nach einem Waldbesuch kommt die aktive Impfung als vorbeugende Maßnahme in Frage. Die Impfung wird Bewohnern von Risikogebieten empfohlen.
Der Nachweis des FSME-Erregers ist meldepflichtig.



Home
| Anatomie | Physiologie | Medizin | Bildarchiv | Kontakt | Impressum

Zecke Schildzecke gemeiner Holzbock, blutsaugender Parasit mit Borrelien der Lyme-Borreliose

Zecke (gemeiner Holzbock), ein blutsaugender Parasit. Die Zecke (Ixodida) ist ein Spinnentier und gehört zu den Milben (Acari). Zecken sind bedeutende Krankheitsüberträger und übertragen aufgrund ihrer Lebensweise häufig Krankheitserreger zwischen den Wirten, ohne jedoch selbst zu erkranken.

Zecken, Zeckenbiss Holzbock Zecke in Blutgefäß, Infektion Lyme-Disease Borreliose durch Borrelien

Borrelien-Infektion durch Zeckenbiss. Als Borreliose (Lyme-Borreliose, Lyme-Krankheit, Lyme-Disease) bezeichnet man eine Infektionskrankheit, die durch Borrelien (Bakterien), z.B. das Bakterium Borrelia burgdorferi, verursacht wird.


Zecken mit Borrelien der Lyme-Borreliose und FSME-Virus der Meningoenzephalitis des Menschen

Gefahr durch Übertragung von Zecken: Borrelien, Borreliose-Erreger der Lyme-Borreliose
links im Bild und rechts der FSME-Virus, Erreger der Virusmeningitis (virale Meningitis), eine durch Viren verursachte Hirnhautentzündung (Meningitis) bzw. Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Bilder: © Frank Geisler 2016

Im medizinischen Bildarchiv www.medical-pictures.de können die Grafiken per Download erworben werden.

Links zum Thema Immunsystem:

Immunsystem Darm, Darmflora

Immunsystem Darm, IgA Antikörper

Norwalk-Virus, Erreger einer Gastroenteritis

Superkeime, Superbakterium NDM-1

Zeckenstiche, Impfung gegen FSME

Virusgrippe durch Influenza-Viren

Schweinegrippe, H1N1 Virus bringt Immunität

Blutbestandteile und Abwehrsystem